{"id":55,"date":"2014-01-14T22:40:30","date_gmt":"2014-01-14T20:40:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hospizkreis-warstein.de\/wordpress\/?page_id=55"},"modified":"2014-10-08T16:14:26","modified_gmt":"2014-10-08T14:14:26","slug":"die-aufgaben-der-ehrenamtlichen-hospizhelferinnen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hospizkreis-warstein.de\/?page_id=55","title":{"rendered":"Die Aufgaben der ehrenamtlichen Hospizhelferinnen"},"content":{"rendered":"<p>Sie begleiten und betreuen Schwerkranke und deren Angeh\u00f6rige.<br \/>\nSie nehmen am allt\u00e4glichen Leben der Schwerkranken teil.<br \/>\nSie entlasten Angeh\u00f6rige und Freunde.<br \/>\nSie sind offen f\u00fcr W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse der Betroffenen &#8211; das hei\u00dft, sie h\u00f6ren zu, lesen vor, leisten praktische Hilfe im Alltag.<br \/>\nSie begleiten bei Spazierg\u00e4ngen, Arztbesuchen und Eink\u00e4ufen.<br \/>\nSie \u00fcbernehmen Tag- und Nachtwachen.<\/p>\n<p><strong><em>Sie unterliegen der Schweigepflicht.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Einsatzorte sind:<\/p>\n<ul>\n<li>In der Wohnung<\/li>\n<li>Krankenhaus<\/li>\n<li>Station\u00e4res Hospiz<\/li>\n<li>Altenheim<\/li>\n<li>Pflegeheim<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie beteiligen sich an Supervision und k\u00f6nnen regelm\u00e4\u00dfige Fortbildungsangebote nutzen.<br \/>\nAm wichtigsten ist es hierbei, dass sich die Helfer nicht aufdr\u00e4ngen, sondern pers\u00f6nlich zur\u00fccknehmen.<br \/>\nAuch in dieser Distanz und Abgrenzung kann sehr viel N\u00e4he entstehen.<br \/>\nRoutine schleicht sich niemals ein, da sich jede Betreuung, Begleitung anders gestaltet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0Der Dienst ist f\u00fcr die Familien kostenfrei.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Sterbebegleitung<\/strong><\/p>\n<p>Unter der Sterbebegleitung versteht man die Betreuung eines sterbenden Menschen, wobei dessen k\u00f6rperliche, seelische und soziale Bed\u00fcrfnisse im Mittelpunkt stehen. Der Sterbende hat ein Recht auf einen w\u00fcrdevollen, schmerzfreien und friedvollen Tod. Oberstes Ziel sollte sein, eine angemessene Lebensqualit\u00e4t auch w\u00e4hrend des Sterbens zu gew\u00e4hrleisten. Die individuellen Bed\u00fcrfnisse des Pflegebed\u00fcrftigen m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt und mit eingezogen werden. Dabei ist die Kommunikation sehr wichtig, auch wenn unter Umst\u00e4nden keine R\u00fcckreaktion erfolgt.<\/p>\n<p>Sterbende Menschen setzen sich mit ihrem Tod auseinander. In dem Sterbephasenmodell nach Elisabeth K\u00fcbler-Ross unterteilt sich das Sterben in 5 Phasen:<\/p>\n<p><strong>Phase 1:\u00a0<\/strong><strong>Nicht-Wahrhaben-wollen(&#8222;Nicht ich!&#8220;) \u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Nach der Mitteilung \u00fcber seinen Zustand versucht sich der Sterbende selbst zu t\u00e4uschen und zu verdr\u00e4ngen. Er hofft, dass die Diagnose ein Irrtum sei und sucht eventuell den Grund bei Anderen.<\/p>\n<p><strong>Phase 2: Zorn (&#8222;Warum gerade ich?&#8220;) \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Sterbende bezieht die Tatsache auf sich. Er ist zornig, dass es ihn getroffen hat und Misstrauen, Selbstmitleid und N\u00f6rgeln treten auf. M\u00e4nner reagieren meist aggressiver als Frauen.<strong>\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Phase 3: Verhandeln (&#8222;Vielleicht doch nicht&#8230;bitte noch nicht!&#8220;)<\/strong><\/p>\n<p>Der Sterbende kooperiert mit den \u00c4rzten, in der Hoffnung auf ein Wundermittel. Au\u00dferdem setzt er sich Ziele, z.B. Weihnachten noch zu leben. Fr\u00fchere Selbstverst\u00e4ndlichkeiten werden anders wahrgenommen.<\/p>\n<p><strong>Phase 4: Depression und Trauer \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Sterbende akzeptiert die Unausweichlichkeit seines nahenden Todes. Man unterscheidet in der Phase folgende zwei Formen von Trauer: Verlust der Vergangenheit oder Verlust der Zukunft (Vorbereitungsschmerz)<strong>\u00a0.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Phase 5: Annahme<\/strong><\/p>\n<p>Der Sterbende akzeptiert, dass das Leben ohne ihn weitergeht. Der Betroffene wird g\u00fctiger und weicher. Au\u00dferdem schlie\u00dft er Frieden mit dem, was nicht zu \u00e4ndern ist.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr die Sterbebegleitung ist das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen den Sterbenden und den Pflegenden. Um das zu erreichen, sind konstante Bezugspersonen w\u00fcnschenswert. Nur so werden diese von den Hoffnungen, W\u00fcnschen und \u00c4ngsten des Sterbenden erfahren und k\u00f6nnen individuell auf ihn eingehen. Au\u00dferdem gilt es, die Selbstbestimmung eines Sterbenden unbedingt zu ber\u00fccksichtigen damit sein Selbstwertgef\u00fchl erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Die meisten Sterbenden haben \u00c4ngste, z. B. vor Schmerzen, vor der Ungewissheit und auch die Angst vor dem Alleinsein. \u00a0Der Pflegende sollte auf den Betroffenen eingehen, m\u00f6gliche W\u00fcnsche erf\u00fcllen und dem Sterbenden Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Die Verbleibende Zeit so angenehm wie m\u00f6glich zu gestalten sollte Kernpunkt aller pflegerischer Bem\u00fchungen sein.<strong> \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie begleiten und betreuen Schwerkranke und deren Angeh\u00f6rige. Sie nehmen am allt\u00e4glichen Leben der Schwerkranken teil. Sie entlasten Angeh\u00f6rige und Freunde. 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