Archiv für den Monat: Juni 2015

Einsatz von Klangschalen bei demenziellen Erkrankungen*

Die Klangmethoden kommen als Form der Sinnesstimulation und in Palliativ Care zum Einsatz. Sie schenken den Betroffenen Menschen ein Stück Lebensqualität.

Schon im Mutterleib ist der Hörsinn als erstes entwickelt und vollständig ausgebildet. Wenn der Mensch geboren wird, ist er im Hören von Klängen schon ein „alter Hase“. An seinem Lebensende nimmt der Mensch bis zuletzt musikalische und akustische Reize wahr. Klang ist somit ein Medium, welches Gefühle anspricht und Emotionen weckt. Ebenso vertraut sind Schwingungen und Vibrationen und so erreichen Klang und Klangschalen den Menschen immer irgendwie.

Die Prinzipien der Peter Hess-Klangmethoden (Achtsamkeit, Wertschätzung, Ganzheitlichkeit, Lösungs- und Ressourcenorientierung und dialogisches Miteinander) bieten im Arbeitsfeld Demenz genau das an, was dringend der Erhaltung, Förderung und weiteren Entwicklung bedarf.

Die speziellen Klangmethoden gehen dabei auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen ein. Veränderungen, die das fortschreitende Alter mit sich bringen- beispielsweise Alterserkrankungen wie Demenz, Parkinson, Schlaganfall etc. führen bei den betroffenen Menschen zu Unsicherheiten, Ängsten und einem ausgeprägten Wunsch nach Halt und Sicherheit. Der wertschätzende Grundsatz der Akzeptanz und des „So-sein-Dürfens“ innerhalb der Klangarbeit und die Einfachheit der Klänge ermöglichen einen direkten Zugang zu den betroffenen Menschen, der sie nicht überfordert, weil nicht das Denken, sondern das Hören und Spüren im Vordergrund stehen.

Der Schwerpunkt liegt hierbei nicht auf Heilung, sondern darauf,den Betroffenen eine schöne Zeit zu ermöglichen mit Wahrnehmungserfahrungen, angenehmem Körpererleben, Entspannung und Wohlbefinden.

Ängste und Unbehagen können reduziert werden – Gefühle von Vertrauen, Sicherheit und Geborgrnheit entstehen. Der Einsatz von Klangschalen fördert die Wahrnehmung unsere fünf Sinne und somit das „Sich-selbst-spüren“- die Lebensqualität.

Referentin Marijke Kalkum -demenzielle Betreuung-

*teilweise entnommen dem Konzept Peter Hess-Klangexperte

Humor im Hospiz

Eine Ressource in der Sterbebegleitung

Zu dieser Fortbildung hat die Akademie Franz Hitze Haus eingeladen. Humor ist eine Haltung zum Leben, die zu einem freundlichen Umgang mit sich selbst und den anderen führen kann. Es ist die Bereitschaft, Mitmenschen und Gegebenheiten so zu nehmen, wie sie sind, heiter und spielerisch den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen.

Ist diese Haltung mit Blick auf den nahenden Tod eines Menschen gleichermaßen eine fröhliche Ressource in der Hospizarbeit?

„Das Leben hört nicht auf, komisch zu sein, wenn Menschen sterben – ebenso wenig, wie es aufhört ernst zu sein, wenn man lacht“, so formuliert Prof. Dr. Dr. Rolf Hirsch und nimmt eine scheinbare Spannung zwischen Humor un Abschied in den Blick. In seinem einleitenden Vortrag entfaltet er, wie eine humorvolle und zugleich würdevolle Haltung eine Kraftquelle in der Sterbe- und Trauerbegleitung sein und zu werden vermag.